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Schweizer KI-Zukunft: Mehr als eine Umfrage

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Swiss AI Futures: Gemeinsames Denken im KI-Zeitalter

Swiss AI Futures untersucht, wie Menschen in der Schweiz sich eine Zukunft mit KI vorstellen: wie sie Arbeit, Bildung, Kompetenzen und Gesellschaft prägen soll — und wer an dieser Zukunft mitgestalten darf. Ausgangspunkt ist eine einfache, aber dringende Frage: Wenn KI bereits heute verändert, wie wir lernen, arbeiten, rekrutieren, ausbilden und öffentliche Dienstleistungen nutzen, wie können dann möglichst viele Menschen an den Entscheidungen beteiligt werden, die diese Entwicklung prägen?

Die Studie ist Teil des Projekts «Transforming Competencies in the Era of Large Language Models and Detecting Future Directions» und steht im Zusammenhang mit einem Technologiebewertungsprozess von TA-SWISS. Das Projektteam bringt ein schweizbasiertes Forschungskonsortium mit Partnern wie der Universität Zürich, der ETH Zürich, der Universität St. Gallen, der LUT University und der Universität Lausanne zusammen. @gora / Carbon Copy war als Technologiepartner und App-Anbieter beteiligt.

@gora wurde eingesetzt, um den digitalen Partizipationsprozess zu hosten — mit Lernmodulen, Expert:innenbeiträgen, Umfragen, Abstimmungen und offenen Fragen. Der Prozess begann mit einer strukturierten Expert:innenbefragung. Die Erkenntnisse daraus flossen in die Entwicklung der Lernmaterialien und des Fragebogens ein, die den Bürger:innen anschliessend in der @gora-App präsentiert wurden.

In der Bürger:innenphase setzten sich die Teilnehmenden mit kurzen Lernmodulen auseinander, nahmen an Umfragen teil, beantworteten offene Fragen und reflektierten darüber, wie KI Alltag, Arbeit, Bildung und Gesellschaft verändert. So wurde das Thema auch für Menschen ohne KI-Fachwissen zugänglich — und lieferte dem Forschungsteam gleichzeitig strukturierte, auswertbare Einblicke.

Ein zentrales Merkmal des Prozesses war sein iterativer Aufbau. Die Antworten der Teilnehmenden verschwanden nicht in einem statischen Umfragedatensatz. Stattdessen wurden Erkenntnisse aus Umfragen und Freitextantworten ausgewertet und in neue Inhalte, Folgefragen und aktualisierte Impulse übersetzt, die allen Teilnehmenden angezeigt wurden. So entwickelte sich die Studie mit den Beiträgen der Menschen weiter: Es entstand ein Lernkreislauf, in dem öffentlicher Input die nächste Phase der Forschungsreise mitprägte.

Anschliessend führte das Projekt von der app-basierten Teilnahme zu persönlichen Bürger:innenworkshops in Zürich und Lausanne. Dort testeten wir ein neues Deliberationsinstrument, das KI-gestützte Transkription mit Mikroabstimmungen kombinierte. Ziel war es, die Vielfalt der Live-Diskussionen einzufangen und gleichzeitig entstehende Muster sichtbar zu machen: wo Menschen übereinstimmten, wo sie unterschiedlicher Meinung waren, welche Sorgen immer wieder auftauchten und welche Ideen auf gemeinsame Empfehlungen hinweisen könnten.

Für uns zeigt Swiss AI Futures, wie @gora Forschungsteams dabei unterstützt, über klassische Umfragen hinauszugehen. Statt isolierte Antworten zu sammeln, schafft die Plattform einen hybriden Forschungsprozess: Menschen lernen zunächst den Kontext kennen, reflektieren über App-basierte Fragen und Umfragen, sehen, wie ihr Input die nächste Runde beeinflusst, und nehmen anschliessend mit fundierteren Ansichten an Live-Beratungen teil.

Durch die Kombination von Lernmodulen, von Expert:innen entwickelten Fragebögen, iterativen Inhaltszyklen, Live-Workshops, KI-gestützter Transkription, Mikroabstimmungen und strukturierter Analyse hilft @gora Forschenden, tiefere Einblicke in öffentliche Perspektiven zu komplexen gesellschaftlichen und technologischen Fragen zu gewinnen.

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